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ZUM TOD VON CHRISTA WOLF
"Wann Krieg beginnt, das kann man wissen,
aber wann beginnt der Vorkrieg. Falls es da Regeln gäbe,
müsste man sie weitersagen.
In Stein, in Ton eingraben, überliefern.
Was stünde da?
Da stünde unter anderen Sätzen: Lasst euch nicht von den Eigenen täuschen."
Christa Wolf  Kassandra


2.12.11 11:25
 


bisher 14 Kommentar(e)     TrackBack-URL


maverick (2.12.11 12:08)
Leider ist mir Christa Wolf bisher unbekannt gewesen. Vielleicht könnte das Lesetheater etwas von ihr bringen.


francesco (2.12.11 12:43)
@maverick
ich denke schon, dass wir da im nächsten jahr was machen können.
leider gibt s ja einen richtigen rückstau mit gedenklesungen... 27. 1. z. B.mal ludwig hirsch.

muss jetzt dringend weg. bring dann ein bissl mehr über ch. wolf.
lg
francesco


heiner hecht / Website (3.12.11 19:57)
MEINE BEGEGNUNG MIT CHRISTA WOLF
Teil 1

Als rasender Bärlin-Reporter und Literaturspezialist darf ich mich rühmen, Christa Wolf einmal persönlich getroffen zu haben, nämlich auf dem Minigolfplatz des Strandbads Weissensee in Berlin Ost. (Diese Begegnung hat mich zu meiner Gedichtzeilen "Christa Wolf / spielt gerne Golf" inspiriert.)
Sie war dort mit ihren Enkeln oder anderem Jungvolk, und ich konnte, scheinbar auf mein eigenes Spiel konzentriert, aus den Augenwinkeln ihre Technik des Abschlags studieren. Sie tat es, wie man es von einer Romanschriftstellerin von Rang erwartet. Mit einem Händchen, das sonst vor allem die Schreibmaschine bedient, Farbbänder wechselt oder Buchseiten umblättert. Das Ganze machte auf mich einen sehr anmutigen Eindruck, aber der Ball wollte doch nicht seinen vorgeschriebenen Weg durchs Labyrinth der Hindernisse nehmen.
Da nahm ich mir ein Herz, trat zu ihr hin und versuchte die Situation zu retten durch ein anderes Thema: "Sie sind doch Christa Wolf, nicht?" - Etwas noch Besseres fiel mir in der Eile nicht ein; meine erste Idee war gewesen: "Ja, ja, Romane schreiben ist einfacher - aber auf dem Minigolfplatz, da zeigt sich, was ein Mann wirklich taugt!" - Doch diesen ersten Einfall hab ich dann doch noch abgebogen.
Mit einer Mischung aus Scheu und autorenhafter Arroganz blickte sie auf und mich an ... kühl musterten mich ihre warmen braunen Augen. Da sie nichts sagte, fuhr ich fort, um peinliche Stille erst gar nicht aufkommen zu lassen: "Ich habe alle Ihre Bücher zu Hause und schon lange vor, sie zu lesen. Welches eigent sich denn am besten als Einstieg ins Werk der großen DDR-Autorin vergangener Tage?"


heiner hecht / Website (3.12.11 19:59)
MEINE BEGEGNUNG MIT CHRISTA WOLF
Teil 2

Sie musterte mich unverwandt, den Schläger kaum merklich in Position bringend. "Sind sie von der Zeitung?" fragte sie. "Von welcher?" - Nun hätte ich mich natürlich als Bärenpost-Mitarbeiter zu erkennen geben sollen, doch dazu fehlte mir dann doch der Mumm. Um den Verdacht erst gar nicht aufkommen zu lassen, entgegnete ich schlagfertig: "Ich habe keine Ahnung, wer dieser Dr. Bär überhaupt ist, Frau Dr. Wolf, und ich schwöre, ich habe nie auch nur einen Cent Honorar bekommen in all den Jahren!"
Sie studierte mich immer noch. Gar nicht so angenehm, dem literarisch sezierendem Blick einer Christa Wolf standzuhalten, der vielleicht noch die Charakterstudie eines Deppen fehlt für ihr neues Werk.
Nun fiel mir aber eine sogar noch bessere List ein. "Ich würde mich ja gerne noch länger mit Ihnen unterhalten", sagte ich, "aber Sie liegen schon fünf Punkte hinten und sollten sich wirklich mehr auf das Spiel konzentrieren."
"Ja, ja, Romane schreiben ist einfacher!" seufzte sie, schlug ab, schüttelte den Kopf und machte sich auf den Weg zur nächsten Station.

(Aus: Heiner Hecht: Literarische Begegnungen an unmöglichen Orten)


francesco (5.12.11 00:16)
@lieber hecht!
mehr von diesen begegnungen.
so wird dem leser ein autor "nähergebracht"!
also mehr davon, es hat ja genug todesfälle gegeben im literaturbereich, das kann man doch nicht alles dem georg markus mit seinen anekdoten überlassen...

warte übrigens auf mail an meine adresse...

lg, alles gute, weiter so
francesco


heiner hecht (5.12.11 18:37)
In meinen Erinnerungs-Archiven schlummern noch eine Menge solcher Begegnungen. Ich scheine Autoren magnetisch anzuziehen, deshalb kann ich sie dem Leser so gut "näherbringen".

Dem Thomas Bernhard z.B. bin ich tatsächlich mindestens 20 x übern Weg gelaufen. Der Arme muss sich von mir verfolgt gefühlt haben, er erkannte mich bereits und hat sich von mir sicher verfolgt gefühlt. Jedenfalls hat er mich immer ganz schrecklich böse angesehen. Aber ist es meine Schuld, wenn er im Bräunerhof am Nebentisch sitzt und ich gerade die NZZ lese, die er lesen möchte? Oder wenn er gerade am Schottentor flaniert, wenn ich auch dort flaniere, mit einem Thomas-Bernhard-Buch unterm Arm? Oder wenn wir am Michaelerplatz fast ineinander hineinrennen? Am peinlichsten war es aber, wenn wir uns auch in Gmunden im Café an der Esplanade begegnet sind. Was mehrmals der Fall war. Sein Blick hat mich dann förmlich aufgespießt, er kannte mich ja als den "Stalker aus Wien". Aber mein Vater hat leider in Ohlsdorf gewohnt, nicht weit von Bernhards Bauernhof, ich habe ihn regelmäßig besucht, und das einzige vernünftige Café in der ganzen Gegend ist nun mal jenes. Ich frage mich, ob der Heiner Hecht vielleicht irgendwo in Bernhards Büchern auftaucht ... in seinen Albträumen bestimmt allemal.

Johann Wolfgang von Goethe bin ich einmal im Zug nach Frankfurt begegnet. Seit Fritz J. Raddatz von der ZEIT wissen wir ja, dass Goethe öfter am Frankfurter Hauptbahnhof ankam. Dummerweise soll es die ersten Eisenbahnen erst nach Goethes Tod gegeben haben, und Raddatz musste nach diesem kleinen Fauxpas den Sessel als Feuilletonchef räumen. Ich hätte ihn retten können, denn Goethe war so freundlich, sich zusammen mit mir fotografieren zu lassen. Sein Reisebegleiter Jakob Michael Reinhold Lenz hat den Auslöser gedrückt. Dieses Foto (mit Goethe im Werther-Kostüm) hängt heute an einem Ehrenplatz in meinem Flur direkt über der Schuhkommode.

Jetzt muss ich aber los, Martin Walser wartet.


Heut is Nikolo! (6.12.11 00:23)
[URL=http://www.pic-upload.de/view-12213422/image.jpg.html][IMG]http://www7.pic-upload.de/06.12.11/d6db4ixqqf5.jpg[/IMG][/URL]

Mit fröhlichen Grüssen!

Gbriel


Oje! (6.12.11 00:26)
Das Bild funzt nicht!

Trotzdem fröhliche Grüsse!


francesco (6.12.11 08:48)
@gabriel,
schön von dir zu hören.
nach rückzugsphase werd ich mich auch bald zu einem längeren mail an dir aufraffen.
hoffe, es geht dir gut
francesco


Gabriel / Website (7.12.11 19:31)
Danke der Nachfrage.
Es geht alles seiner Wege, und wirklich Schlimmes war dieses Jahr zum Glück nicht dabei.

Bis demnächst per Mehl!
Auf mein letztes Mehl an dich steht eh noch eine Antwort aus ...


francesco (8.12.11 01:51)
@gabriel
ja, leider, ich weiß...
wird nachgeholt, noch vor weihnachten...
schon mal alles liebe im voraus
francesco


francesco (8.12.11 19:40)
@HEINER HECHT
nun also auch noch der werner kofler!
da können sie ja auch begegnungen aus erster hand aus der tischtennishalle bärichten...

lg nach bärlin
francesco


heiner hecht (16.12.11 21:03)
Werner Kofler ... Tischtennis-Klub "Butterfly" ... Francesco und Heiner Hecht im Turnier ... unvergessen der böse Blick des jetzt nicht mehr unter uns weilenden Autors, als wir den Ball zum dritten Mal über die Garderobenschränke hinweg in sein Spielfeld geschossen haben. Wir könnten Bände füllen mit der Beschreibung aller Details dieser Begegnung.


francesco (16.12.11 22:07)
@heiner hecht
unvergessen und unvergesslich.
aber natürlich muss man natürlich auch bedenken, dass der autor mit dem bösen blick wahrscheinlich noch nie 2 solche tischtennisspieler gesehen hat...

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