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Peter Rühmkorf - Gedächtnislesung

Eben von einer sehr schönen Lesetheater-Lesung zurückgekommen. Bin froh dass ich dort war, denn wäre ich nicht gekommen, hätte die Lesung nicht stattfinden können (Mindestbesucheranzahl 5 Personen) und ich hätte eine tolle Lesung verpasst.
Die wenigen Zuhörer sind wohl darauf zurückzuführen, dass Rühmkorf bei uns kaum bekannt ist.
Rühmkorf starb im Juni dieses Jahres.
Marcel Reich-Ranitzky schrieb damals über ihn:

„Er war ein feinsinniger Ästhet, ein raffinierter Schöngeist, ein exquisiter Ironiker. Nur war er zugleich ein plebejischer Poet, ein handfester Spaßmacher, ein Verwalter des literarischen Untergrunds, ein Dichter der Gasse und der Masse, einer, der die Lyrik auf den Markt gebracht hat. Er schämte sich nicht, das Drastische, das Vulgäre zu schätzen. Und er zögerte nicht, das Distinguierte, das Elitäre zu bewundern. In seinen Versen finden Schlager, Gassenhauer und Kinderreime ein unmittelbares Echo, aber auch die Oden Klopstocks und die Lieder von Matthias Claudius, die Hymnen Hölderlins. Dieser Rühmkorf ist nie ganz seriös - und immer sehr ernst.“

Ein paar Interviews mit Rühmkorf und interessante Weblinks sind auf Wikipedia nachzulesen (der Artikel ist allerdings etwas dürftig):

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_R%C3%BChmkorf#Gesamtausgabe  

Für mich ist Rühmkorf (1929 - 2008) einer der besten und vielseitigsten deutschen Lyriker ab 1945. Er beherrscht viele lyrische Töne: von Heine bis Benn wurde er beeinflusst, er setzte sich mit Hölderlin und Klopstock auseinander, kann Oden und Reime schreiben, parodierte diverses Sprachmaterial, trifft den Märchenton. Typisch für seine Texte sind Brüche und Brechungen, die Komik erzeugen und das Aufeinanderprallen von hohem Ton und Trivialem, von Politischem und Privatem.
Dazu ist er ein sehr sprachmächtiger Dichter, der viele ungewöhnliche Wortkombinationen prägt, ohne aber im Pathos von Metaphernfluten zu versinken.
Gelesen wurden Gedichte von 1945 - 1990, begleitet von zwei improvisierenden Musikern.
Rühmkorf war ein begnadeter Vortragkünstler
, sehr oft ist er mit "Lyrik und Jazz"-Abenden getourt. (Dazu gibt es etliche Platten und Hörbücher).
Immer war Rühmkorf ein politischer Dichter, ein Linker, der allerdings auch mit bissiger Selbstironie die Linken portraitierte.
Mit Gewinn habe ich auch seine Essays "Walther von der Vogelweide, Klopstock und ich" und "Über das Volksvermögen- Exkurse in den literarischen Untergrund" und seine Autobiographie
"Die Jahre, die ihr kennt - Anfälle und Erinnerungen" (Eine Untersuchung von Kinderlyrik) gelesen  , sowie seine ungeschminkten Tagebücher "Tabu I" und "Tabu II".

Einen Großteil der heute gelesenen Texte kannte ich nicht.Der Abend hat wirklich Lust gemacht, das noch einmal nachzulesen (Gesammelte Werke 1), aber auch selbst wieder mehr Lyrik zu schreiben.

Ein Abend, der unbedingt mit mehr Publikum wiederholt werden sollte.

**************************************************

Auch noch erwähnenswert:
Die Lesung fand in "Das LOKal" (1070, Richtergasse 8) statt, einem kleinen, gemütlichen Buch- und CD-Laden, wo ich gleich 2 antiquarische Büchlein fand und noch viel mehr gefunden hätte, wenn ich nicht noch einen Rest an Selbstkontrolle hätte.
Betrieben wird der Laden vom Verein LOK.
Das LOKal wurde 2003 gegründet, um Menschen mit seelischen Problemen einen neuen Arbeitsplatz zu ermöglichen.
Mehr über den Verein:

http://www.daslokal.net/das_projekt.html  

30.9.08 23:15
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


G.Nem / Website (1.10.08 07:54)
Das LOKal muss ich mir auch mal anschauen. Generell sollt ich mich mehr rumtreiben, aber ich komm irgendwie zu nix vor lauter hackeln. Na ja, wird scho wern.

Busserls!


francesco / Website (1.10.08 10:32)
@G.Nem
Kleiner Rat von Quendelin Qualle, unserem Lebensbärater:

Vielleicht kann Herr G.Nem jetzt noch mehr hackeln, dass er dann mal eine kleine Auszeit nehmen kann und sei es nur für den Anfang abendweise?

Herzliche Grüße
Francesco & Quendelin

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