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lektüre auf dem nachtkästchen I

so hieß eine berühmte kolumne von kurt tucholsky in der WELTBÜHNE.
möchte dies nun hier in nuce fortsetzen:

1) eine nietzsche-biographie. die sehr lohnend ist. nietsche ist ein hervorragender stilist, ein ironiker und  scharfer analytiker, der seinen gegenständen die haut abzieht. seine religionskritik ist unerreicht. dass sein übermenschenkonzept von den nazis vereinnahmt wurde, hat er sich nicht verdient. das geht auf kosten seiner schwester, die in seinen texten herumpfuschte und mit einem sehr rechten mann verheiratet war. inzwischen sind die texte aber wieder korrigiert und richtig gestellt.
also nietzsche lesen lohnt sich wirklich.

2) schwedenkrimis von sjöhwahl/ wahlhöe, liza maklung, hakan nesser u.a.

3) fürs lesetheater bereite ich eine lesung von michael kohlhaas von kleist vor. ein widerständiger text, aufwallen des von den junkern geschundenen rosstäuschers kohlhaas. martin luther verurteilte, dass er die gerechtigkeit in die eigenen hände nahm und nicht gott überließ. interessanter text in einer aufregenden prosa geschrieben. die prosatexte von kleist sind allemal den dramen vorzuziehen, die nicht frei von pathetisch-patriotischem kitsch sind, v.a. der prinz von homburg. gut dagegen ist "der zerbrochene krug", eine komödie in einem guß, ein riesiger einakter, den goethe bei seiner inszenierung in weimar zerstörte indem er ihn in mehrere texte zerstückelte und zwischenmusik einfügen ließ.

4) petschinka: zirkus der träume. der roman von eberhard petschinka mit dem er den preis der stadt basel gewann. ich komm auch drin vor. die geldgeber  waren nicht sehr glücklich mit seiner idee, dass das rathaus von basel von terroristen in die luft gesprengt wird und wollten ihm den preis nicht auszahlen, obwohl die juroren ihm den preis eindeutig zugesprochen hatten. ein starker, expressionistischer text voll feuer und kraft der bilder. bin neugierig, ob der hörspielautor petschinka wieder einmal einen roman schreibt, man darf gespannt sein.

 5) robert menasses teilweis pornographischer roman "don juan de la mancha". ein sehr flüssig geschriebenes buch, das runtergeht wie öl- psychologisch scharf geschrieben und durchaus auch (selbst-)ironisch. der amoröse held hat viel von robert, mit dem ich studiert habe.

6) dirk matejovski: das motiv des wahnsinns in der mittelalterlichen dichtung. sehr interessant und lohnend zu lesen. es zeigt, wie in der festgefügten geistigen ordnung des geschlossenen weltbildes des feudalismus unter der dominanz der kirche die ränder aufzubrechen beginnen, die individuen an den konventionen scheitern.

 7) jüdische sprichwörter und redewendungen. interessant, wie hier in nuce die philosophie, die sitten, gebräuche und kultur eines volkes in den sprichwörtern transportiert werden. die sprichwörter sind kleine didaktische texte zur weitergabe der tradition.
sehr spannend sind auch die 5 bände von ludwig röhrich "lexikon der sprichwörtlichen redensarten" (herder verlag). es werden die kultur u sozialgeschichtlichen aspekte der sprichwörter illustriert, ihre einbettung in die zeit gezeigt, auch illustrationen sind vorhanden. eine wahre fundgrube zum schmökern in kleinen dosen.

8) immer wieder blättere ich in den beiden wörterbüchern meines freundes richard weihs  "wiener wut - das schimpfwörterbuch" und  "wiener witz". man sieht wieviel saft und kraft in den schimpfwörtern und in den komisch-aggressiv-satirischen titulierungen steckt. im dialekt ist da viel mehr aufbewahrt als in der abgeschliffenen konventionelleren hochsprache.

viel spaß beim lesen und schmökern.
weitere buchtips folgen

 quendelin qualle, archivar der bärenpost
31.12.09 00:02
 


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