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Neue Bücher von Max Frisch

Mit Max Frisch hab ich mich während meines Studiums viel beschäftigt, praktisch alles von ihm gelesen, was von ihm verfügbar war^, manche Stücke sind vielleicht ein wenig zu schematisch, aber "Biedermann und die Branstifter" gefällt mir sehr, "Die chinesische Mauer" oder "Biographie- ein Spiel", auch die Prosa las ich gern , v.a. aber seine beiden Tagebücher, Journale voller politischer Beobachtungen und Notizen über das Schreiben.
Nun fällt die 20-jährige Sperrfrist für die Briefe (Briefwechsel Frisch - Ingeborg Bachmann z.B.), da lagert viel interessantes in den Tresoren. Und man hat umfangreiche Notizen für ein drittes Tagebuch gefunden, die Peter v. Matt (ein schweizer Literaturwissenschaftler, den ich sehr schätze) nun herausgegeben hat.
Der ORF berichtet heute:

"Literatur
Unbekanntes Werk von Max Frisch
"Entwürfe zu einem dritten Tagebuch", das 184seitige Manuskript ist im Sommer des Vorjahres im Max Frisch Archiv entdeckt worden. Der Schweizer Literaturwissenschaftler Peter von Matt, Vorsitzender der Max Frisch-Stiftung in Zürich, hat das "Tagebuch 3" herausgegeben und kommentiert.

"Wie dieses Amerika mich ankotzt!" - ein zorniger Autor tritt uns gleich am Beginn entgegen. Wir schreiben das Jahr 1982. Max Frisch lebte zu dieser Zeit zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Alice Locke-Carey in New York - im Land seiner Sehnsucht.

Peter von Matt erklärt: "Man muss natürlich wissen, dass kurz vorher die Präsidentschaft gewechselt hat und das Reagan ganz offen, eine rabiate, nukleare Aufrüstung betrieben hat in diesen Jahren und der Frisch dieses Tagebuch fürchtet, ganz konkret den Weltuntergang durch die Atomschlacht der Großmächte. Und Frisch lebt ja immer aus der Erfahrung eines bestimmten, erregten Augenblicks heraus."

Präzise Beobachtungen ohne Illusionen
Und Max Frisch denkt nach: über die Weltsituation und die Politik, über die Literatur und das Leben, die Liebe, das Altern, Krankheit und Tod. "Ich werde ein Greis", heißt es an einer Stelle und etwas später dann: "es langweilt mich jeder Satz, den ich geschrieben habe". Es sind Notate aus den Jahren 1982 und 83, Notate von wenigen Zeilen, manchmal längere Passagen - präzise Beobachtungen, unbarmherzig und ohne Illusionen.

Frisch hat diese Einträge redigiert, ihre Abfolge festgelegt und dann der Sekretärin diktiert. Das Tagebuch - das war für Max Frisch eine eigene literarische Form, die sich grundlegend von dem unterscheidet, was man landläufig unter dem Begriff versteht.

"Man könnte das ebenso gut Betrachtungen nennen. Es sind extrem verdichtete, durchgearbeitete Texte, das ganze Spektrum an Reflexionen eines hochwachen Intellektuellen wird in diese Form, die er Tagebuch nennt, eingebracht. In Form von kürzeren oder längeren Prosastücken", meint von Matt.

Heftige Kontroverse über die Veröffentlichung

"Für sich allein betrachtet, stellt jeder Text eine Meditationsvorlage dar", schreibt Peter von Matt in seinem Nachwort. Etwa acht Jahre vor seinem Tod hat Max Frisch diese Aufzeichnungen abrupt beendet, vermutlich nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin. Nachdem das 186seitige Manuskript in den Unterlagen von Frischs Sekretärin entdeckt worden war, hat sich der Max-Frisch-Stiftungsrat nach langen Debatten für eine Publikation entschieden.

Und damit eine heftige Kontroverse ausgelöst, ob es rechtens war, einen Text zu veröffentlichen, den der Autor nicht ausdrücklich freigegeben hat. Noch viel größeres Geschrei, wie er sagt, erwartet Peter von Matt im kommenden Jahr.

"Bei der Einrichtung und der Gründung der Stiftung, hat Frisch mehrere Briefwechsel gesperrt, bis 20 Jahre nach dem Tod, darunter der Briefwechsel mit Ingeborg Bachmann, den hat noch niemand gesehen, diese große Schachteln sind versiegelt in einem Banksafe. Dazu kommt ein Berliner-Journal, also das kann ein Tagebuch aus seiner Berliner Zeit sein, es hat noch niemand von uns gesehen, wir werden das frühestens am 20. Todestag sehen können."
Am 4. April 2011 wird der Safe unter notarieller Aufsicht geöffnet."
2.4.10 15:36
 


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